„Erzähl mal – Post“

Diakonin Sigrid Paschen berichtet, wie sie mit der Seniorengruppe „Erzähl mal“ nicht nur telefonisch in Kontakt bleibt, sondern über die von ihr entwickelte Idee der „Erzähl mal – Post“ sogar einen Austausch untereinander anregt.

„Erzähl mal“ – eine Gruppe hochbetagter Menschen, die sich seit Jahren trifft

Die Idee der „Erzähl mal – Post“ bezieht sich auf eine Gruppe von zurzeit elf teils hochbetagten Seniorinnen und Senioren. Sie trifft sich schon seit vielen Jahren alle vierzehn Tage unter dem Motto „Erzähl mal“ im Gemeindehaus. Bei jedem Treffen steht ein Thema im Mittelpunkt, dass dann in einer biografischen Runde unter verschiedenen Aspekten aufgegriffen wird. Mittlerweile ist die Gruppe recht vertraut miteinander.

 

Einladung zur „Erzähl mal – Post“ – Austausch untereinander in Coronazeiten

Seit Beginn der Corona Krise halte ich mit allen aus der Gruppe telefonisch Kontakt und auch einige aus der Gruppe telefonieren untereinander. Zusätzlich kam mir die Idee, per Post auch wieder einen gegenseitigen Austausch in der Runde zu ermöglichen. Vor etwa drei Wochen habe ich allen einen schönen Brief geschrieben und sie dazu eingeladen, in einem beigelegten Freiumschlag einen kleinen Text, ein Foto, einen Zeitungsausschnitt oder auch einen handgeschriebenen Gruß für alle an mich zurück zu schicken. Damit verbunden war das Angebot, die Zusendungen zu kopieren und einen Brief für alle daraus zusammenzustellen. Der könnte dann wieder per Post an alle gehen, wieder mit einem Freiumschlag für neue Zusendungen dabei. Das war die Einladung zur „Erzähl mal – Post“.

Auch zu Corona-Zeiten findet die „Erzähl mal"- Gruppe Möglichkeiten zum Austausch - telefonisch und per „Erzähl mal - Post".

Foto: BettinaF; pixelio.de

 

Die Idee „Erzähl mal – Post“ findet Zuspruch

Diese Einladung wurde angenommen! Inzwischen habe ich von allen entweder telefonisch oder auch per Post Rückmeldungen erhalten und den ersten dicken Umschlag mit „Erzähl mal – Post“ auf den Weg gebracht. Er enthält Grüße, die ich telefonisch empfing und die ich so an die Gruppe weitergeben konnte, handgeschriebene Briefe, Zeitungsausschnitte, Fotos, einen Schlagertext und ein Gedicht.

Wichtig ist mir tatsächlich der Austausch untereinander, den ich nun per Post ermöglichen und moderieren kann. Natürlich soll sich deshalb niemand Stress machen. Ich kann mir gut vorstellen, auch mal einen dünnen Brief loszuschicken. Und auch von mir wird immer ein kleiner Beitrag dabei sein. Vielleicht macht es Sinn, auch mal ein Thema vorzugeben.

 

Gespannt, wie es mit der Idee weitergehen wird…

Ich finde es ganz wunderbar, das alles (Mit)teilen zu dürfen und bin gespannt, wie es weitergeht! In welchen Varianten sich diese Idee des sich Austauschens per Post auch auf andere Gruppen und Kreise übertragen lässt: da bin ich noch am Überlegen.

 

Diakonin Sigrid Paschen, Leben im Alter in der Region Eilbek im Kirchenkreis Hamburg-Ost

s.paschen(at)kirche-in-eilbek.de