Regelmäßiges Mailing – so bleiben Gruppen miteinander in Kontakt und im inhaltlichen Austausch

Petra Müller von der Fachstelle Alter der Nordkirche und Ute Zeißler von der Fachstelle ÄlterWerden im Kirchenkreis Hamburg West/Südholstein berichten von ihren Erfahrungen

So ein wöchentlicher Mailkontakt ist wichtig und nährend

Seit Mitte März können wir uns nicht mehr zum wöchentlichen Morgenlob in der Lutherkirche in Kiel treffen. Seitdem versorgt uns Christa, die ehrenamtlich zusammen mit der dortigen Pastorin für das Morgenlob verantwortlich ist, jede Woche mit Material, das sie mit viel Liebe zusammenstellt und gestaltet. Wir bekommen ein oder zwei Tage vorher ein ausgearbeitetes Morgenlob, das Bezug nimmt auf das jeweilige Wochenthema. Jeder und jede aus unserer Gruppe feiert dann alleine in der Wohnung zur gewohnten Zeit am Dienstag um 8 Uhr Morgenlob. So verbinden wir uns.

Nun, in dieser Woche kam erstmals keine Mail. Ich nahm wahr, dass ich unruhig wurde und mich fragte, ob Christa wohl erkrankt sei. Ich vermisste das Zeichen der Verbundenheit. Ob die Mail wohl noch vor 8 Uhr eintreffen würde? Sie kam nicht. So schrieb ich eine Mail an Christa. Und siehe da, es stellte sich heraus, dass die Mail wohl im weiten Universum verschwunden sein musste. Prompt wurde sie ein weiteres Mal verschickt. Kaum angekommen: Freudenreiche Reaktionen der anderen.

Erst dadurch wurde mir bewusst, wie wichtig und nährend dieser wöchentliche Mailkontakt ist!!! – so die Erfahrung von Petra Müller.

Wie so eine liebevoll ausgearbeitete Andacht aussieht, ist im untenstehenden Download "Morgenlob" nachzulesen.

Foto: Tim Rexmann, pixelio.de

Einfach umzusetzen: Einen Morgengruß per Mailing

Ute Zeißler teilt mit uns die Idee einer Frauenkreisleiterin, die über einen „Morgengruß per Mailing“ Kontakt zu ihren Frauen hält und stellt zusammen, wie sich die Idee umsetzen lässt.

 

Die Idee ist ganz einfach:

  • Ein paar persönliche Worte zum Einstieg über die eigene Stimmung, das Wetter, den Frühling oder was gerade so aktuell ist.
  • Dann ein Gebet oder Gedicht, gerne ein Foto oder anderes Bild.
  • Gute Wünsche für den Tag zum Abschluss.
  • Die ausgefeiltere Variante könnte Hintergrundinformationen zu den Texten oder Gemälden liefern.
  • Im Grunde können alle Umfang, Thema und Zeitrhythmus selbst bestimmen, ganz nach den eigenen Möglichkeiten. So kann es auch einen täglichen Vierzeiler geben oder einen Wochengruß.
  • Wichtig ist, die eigenen Kapazitäten nicht überzustrapazieren; denn hat man erst einmal damit angefangen, hat man schnell eine Fangemeinde, die sehr traurig wäre, wenn der Grüßer*in allzu schnell die Luft ausgeht.

Der hier beschriebene Gruß erfreut mittlerweile allmorgendlich eine immer größer werdende Gruppe von Interessierten – weit über den Frauenkreis hinaus.

Kontakt: ute.zeissler(at)kirchenkreis-hhsh.de