Gott sieht das Herz an

Vergißmeinnichtgottesdienst - ein Format für einen einen inklusiven Sonntagsgottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz

Eine Arbeitshilfe zur Konzeptentwicklung mit Gottesdienstentwürfen aus dem Kirchspiel Bergedorf im Kirchenkreis Hamburg-Ost

Beispiel für ein Mitgebsel: ein gefalteter Papierhut

Vergißmeinnichtgottesdienste sind im Ansatz keine Zielgruppengottesdienste, sondern zielen auf Inklusion ab. Sie haben den Anspruch, allen Altersgruppen gerecht zu werden. Wichtig ist dafür, dass die Sprache gut verständlich ist: elementar, aber nicht kindisch; lebensnah, aber nicht trivial. Für das Anliegen der Inklusion spricht, die herkömmliche Gottesdienstzeit und den zentralen Ort der Kirche zu wählen. Im Gottesdienst steht nicht das Thema Demenz im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Gottesdienst so zu gestalten, dass er genauso Menschen mit dementieller Veränderung und deren Angehörige anspricht, als auch alle anderen Gemeindeglieder. Weniger die intellektuelle Predigt, als vielmehr eine biografische Anknüpfung macht das Besondere dieses Gottesdienstes aus. Ein Lebensthema wird entwickelt, das anschaulich, sinnlich und stärkend entfaltet wird. Es wird reflektiert im Horizont des Glaubens und in der Vergewisserung, wie Gott zu mir steht und was er mir als Zusage auf den Weg mitgibt. Wort, Symbol und Ritual werden in der Predigt verbunden und eröffnen anschauliche und sinnliche Erfahrungen.

Das Konezpt der Vergißmeinnichtgottesdienste und 13 Gottesdienstentwürfe sind in der Arbeitshilfe enthalten, ebenso Material zu den Themen. 

Das Grundanliegen der Gottesdienste ist, dementiell erkrankten Menschen "in der durch die Krankheit entstandenen existentiellen Verunsicherung einen Raum der Geborgenheit, der Vergewisserung und der Zusage Gottes zu schenken." 

Die Arbeitshilfe wurde von Pastorin Angelika Schmidt erstellt. Sie ist auf einer Pfarrstelle für Seelsorge im Alter im Kirchspiel Bergedorf im Kirchenkreis Hamburg-Ost tätig. Das Format Vergißmeinnichtgottesdienst wurde in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle Leben im Alter entwickelt.