Cornelia Coenen-Marx

Noch einmal ist alles offen

Was machen wir mit den Frei-Räumen, die sich nach dem Beruf auftun? Dann „wird es Zeit, sich an die alten Träume zu erinnern, neuen Träumen Raum zu geben und neuen Sinn zu entdecken“.

Von Vielem befreit, können Menschen in der nachberuflichen Lebensphase neu entdecken, was sie tun wollen, wie sie leben möchten und wie ihr Leben Sinn und Tiefe finden kann, denn: „Noch einmal ist alles offen“ – so der Buchtitel von Cornelia Coenen-Marx.

Die Autorin zeigt Chancen und Möglichkeiten auf, wie sich die Zeit jenseits des Ruhestandes sinnvoll gestalten lässt. Sie führt aus, wie wichtig lebendige Beziehungsnetze und Nachbarschaften sind und wie notwendig es für unsere Gesellschaft ist, neue Sorgestrukturen aufzubauen. Sie ermutigt aber auch, sich mit der eigenen Begrenztheit und Endlichkeit auseinanderzusetzen. Ebenso führt sie die Leserinnen und Leser aber auch zu den drängenden gesellschaftlichen Fragen, die neue politische Lösungen brauchen. Dabei wälzt sie die Verantwortung nicht allein auf die Politik ab, denn es gehe darum, die eigene Lebenserfahrung und das politische Nachdenken zusammenzubringen, um es in Engagement umzuwandeln, so die Autorin.

Mein Fazit: Ein sehr anregendes Buch!

- eine Kurzrezension von Petra Müller, Fachstelle Alter der Nordkirche

Kösel Verlag, München 2017, 208 Seiten
kartoniert, ISBN 978-3-466-37182-2, € 17,99