Sie haben Post! - In Kontakt bleiben mit Seniorengruppen

Wie soll man in Zeiten von Corona mit den Seniorinnen und Senioren aus den Gemeindegruppen Kontakt halten? Wie kann man ein Stück Gemeinde aufrechterhalten, ohne sich zu sehen? Wie kann „Seelenfutter“ verbreitet werden, um Menschen zu stärken, sie anzuregen oder einfach nur abzulenken? Diakonin Kerstin Frerichs aus der Ev.-Luth. Kirchengemeinde „Zu den 12 Aposteln“ in Hamburg-Lurup erzählt, wie sie es macht und stellt einige der Materialen hier gerne auch auch anderen zur Verfügung (siehe Download unten).

Foto: Klaus Brüheim Pixelio.de

Diese Fragen beschäftigten mich Mitte März zu Beginn des sogenannten Lockdowns sehr. Es ging plötzlich darum, alle bisherigen Formen der Seniorenarbeit quasi über Bord zu werfen und neue Formen zu entwickeln – buchstäblich von einem Tag auf den anderen. Eine Lösung, die mir kam: Briefe verschicken.

So verschicke ich seitdem jede Woche Briefe mit der guten alten Post an die Seniorinnen und Senioren, deren Adressen ich durch Gruppenlisten schon vorher von ihnen bekommen habe. Dafür entwerfe ich mehrere Varianten von Briefen, die ich auf die unterschiedlichen Gruppen abstimme: Themen für den Seniorenkreis, Rätsel und Aufgaben für die Spielegruppe, kreative Anregungen zum Basteln oder Kochen für die Frauengruppe 60+ und biblische Impulse für den Seniorenrat, einem Ausschuss des Kirchengemeinderates einer meiner Gemeinden. Diese Vielfalt bedeutet zwar viel Arbeit, aber mindestens genauso viel Spaß beim Erstellen. Und die Rückmeldungen sind sehr positiv! Die Aufmerksamkeit und die Wertschätzung, die in einem brieflichen Kontakt liegen, sind nicht zu unterschätzen. Besonders in den Augen derer, die sich schon vor der Krise einsam fühlten und jetzt erst recht vor seelischen Herausforderungen stehen.

Gerne stelle ich allen Interessierten gerne hier auf der Homepage der Fachstelle Alter der Nordkirche zwei der Briefe als Anregung zur Verfügung – vielleicht ist auch etwas für Ihre Gruppen dabei oder es dient als Anregung für die eigene Arbeit. Viel Spaß damit!

Kerstin Frerichs, Diakonin, Mitarbeiterin in der Seniorenarbeit in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde „Zu den 12 Aposteln“ in Hamburg-Lurup

www.kirchezudenzwoelfaposteln.de