Wir sind in Sorge, wir sind ratlos, wir sind bedrückt, aber auch auf der Suche nach Vertrauen und Hoffnung

- Ein Gebet, das inneres Gestimmtsein in Worte fasst

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich: Die Seele ist aufgewühlt, die Gedanken kreisen, man ist angespannt. Bei all dem, was wir gerade erleben und durchleben, fehlen uns oft die Worte. Vielleicht können Sie sich und Ihre Gestimmtheit – ähnlich wie ich – in diesen Worten, die als Gebet formuliert sind, wiederfinden. Ähnlich wie in den Psalmen der Bibel kommt es auch in diesem Text zu einer Wendung. Nachdem Sorge, Angst und Bedrückung Worte gefunden haben – „ausgewortet“ wurden, wie einmal jemand sagte – öffnet sich für einen Spalt auch wieder ein anderer Blickwinkel: Eine kleine Spur von Vertrauen und Hoffnung leuchtet auf.

 

Fenster im Altarraum der Evangelischen Christuskirche Borkum

Foto: Petra Müller

Ein Gebet zum Lesen, Sprechen und Beten

Ratlos sind wir, Gott,
und wir bringen unsere Ratlosigkeit vor dich.

In Sorge um unsere Angehörigen sind wir,
und wir bringen unsere Sorge vor dich.

Bedrückt sind wir,
und wir bringen unsere Angst vor dich.

Dankbar sind wir für alle Menschen,
die uns Mut machen,
und wir bringen unseren Dank für sie vor dich.

Mitten hinein in unsere Angst
schenkst du uns das Leben.

Du schenkst uns
Musik,
Gemeinschaft und
die Fürsorge unserer Freunde, Bekannten und Nachbarn.

Du schenkst uns
Inspiration,
Freundlichkeit
und Mut.

Du schenkst uns
den Glauben, die Liebe und die Hoffnung.

Dir vertrauen wir uns an –
heute und morgen und an jedem neuen Tag.

Amen.

 

Erschienen bei der VELKD, Gebet für den 5. Sonntag der Passionszeit